Knut Nystedt


Immortal Bach
Für fünf vier-stimmige, gemischte Chöre

Komm, süsser Tod. Komm, sel'ge Ruh'.
Komm führe mich in Friede.


Knut Nystedt
Die Güte des Herrn
Motette für vier- bis achtstimmigen gemischten Chor

Sprech-Chor:
Schreie laut zum Herrn, klage, du Tochter Zion,
laß Tag und Nacht Tränen herabfliessen wie einen Bach;
höre nicht auf damit, und dein Augapfel lasse nicht ab!
Steh des Nachts auf und schreie zu Beginn jeder Nachtwache,
schütte dein Herz aus vor dem Herrn wie Wasser.
Hebe deine Hände zu ihm auf um des Lebens deiner jungen Kinder willen,
die vor Hunger verschmachten an allen Strassenecken!
Herr, schaue und sieh doch wen du so verderbt hast!

Gesungen:
Gedenke doch, wie ich so elend und verlassen, mit Wermut getränkt bin!
Du wirst ja daran gedenken, denn meine Seele sagt mir's
Dies nehme ich zu Herzen, darum hoffe ich noch:
Die Güte des Herrn ist's, dass wir nicht gar aus sind,
seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende,
sondern sie ist alle Morgen neu,
und deine Treue ist gross.

Der Herr ist mein Teil, spricht meine Seele, darum will ich auf ihn hoffen.
Denn der Herr ist freundlich dem, der auf ihn harrt, und dem Menschen, der nach ihm fragt.
Es ist ein köstlich Ding, geduldig sein, und auf die Hilfe des Herrn hoffen.
Laßt uns unser Herz samt den Händen aufheben zu Gott im Himmel!


Knut Nystedt
Miserere
für 16-stimmigen, gemischten Chor

  1. Miserere mei, Deus,
          secundum magnam misericordiam tuam.
  2. Et secundum multitudinem miserationum tuarum,
          dele iniquitatem meam.
  3. Amplius lava me ab iniquitate mea:
          et a peccato meo munda me.
  4. Quoniam iniquitatem meam ego cognosco:
          et peccatum meum contra me est semper.
  5. Tibi soli peccavi, et malum coram te feci:
          ut justificeria in sermonibus tuis,
          et vincas cum judicaris.
  6. Ecce enim in iniquitatibus conceptus sum:
          et in peccatis concepti me mater mea.
  7. Ecce enim veritatem dilexisti:
          incerta et occulta sapientiae tuae manifestasti mihi.
  8. Asperges me hyssopo, et mundabor:
          lavabis me, et super nivem dealbahor.
  9. Auditui meo dabis gaudium et laetitiam:
          et exsultabund ossa humiliata.
10. Averte faciem tuam a peccatis meis:
          et omnes iniquitates meas dele.
11. Cor mundum crea in me, Deus :
          et spiritum rectum innova in visceribus meis.
12. Ne projicias me a facie tua:
          et sprititum sanctum tuum ne auferas a me.
13. Redde mihi laetitiam salutaris tui:
          et spiritu principali confirma me.
14. Docebo iniquos vias tuas :
          et impii ad te convertentur.
15. Libera me de sanguinibus, Deus, Deus salutis meae:
          et exsultabit lingua mea justitiam tuam.
16. Domine, labia mea aperies:
          et os meum annuntiabit laudem tuam.
17. Quondam si voluisses sacrificium, dedissem utique:
          holocaustis non delectaberis.
18. Sacrificium Deo spiritus contribulatus:
          cor contritum, et humiliatum, Deus, non despicies.
19. Benigne fac, Domine, in bona voluntate tua Sion:
          ut aedificentur muri Jerusalem.
20. Tunc acceptabis sacrificium justitiae,
          oblationes, et holocausta: tunc imponent
          super altare tuum vitulos.
         

  1. Sei mir gnädig, o Gott,
          nach deiner Güte,
  2. Nach deinem großen Erbarmen
          tilge meine Verfehlungen.
  3. Wasche mich rein von meiner Schuld,
          reinige mich von meiner Sünde.
  4. Denn ich selber kenne mein Vergehen,
          und meine Sünde steht mir immerdar vor Augen.
  5. An dir allein habe ich gesündigt, habe getan,
          was dir missfällt. Du musst Recht behalten in
          deinem Spruch, musst rein dastehen in deinem Richten.
  6. Siehe, in Schuld bin ich geboren, und meine Mutter
          hat mich in Sünden empfangen.
  7. Siehe, an Wahrheit im Innersten hast du Gefallen;
          tue mir im Verborgnen Weisheit kund.
  8. Entsündige mich mit Ysop, dass ich rein werde;
          wasche mich, dass ich weißer werde als Schnee.
  9. Sättige mich mit Freude und Wonne, dass die
          Gebeine frohlocken, die du zermalmt hast.
10. Verbirg dein Angesicht vor meinen Sünden
          und tilge alle meine Missetaten.
11. Schaffe mir, o Gott, ein reines Herz
          und gib mir einen neuen gewissen Geist.
12. Verwirf mich nicht vorn deinem Angesicht
          und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir.
13. Gib mir wieder die Wonne deiner Hilfe
          und stütze mich durch einen willigen Geist,
14. so will ich die Übertreter deine Wege lehren,
          dass sich zu dir bekehren die Sünder.
15. Errette mich vor blutigem Anschlag, o Herr, du Gott
          meines Heils! So wird meine Zunge deine Treue preisen.
16. Herr, tue meine Lippen auf,
          dass mein Mund dein Lob verkünde.
17. Denn Schlachtopfer begehrst du nicht,
          und gäbe ich Brandopfer, es gefiele dir nicht.
18. Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerbrochener Geist,
          ein zerschlagenes Herz wirst du, o Gott, nicht verachten.
19. Tue Zion Gutes nach deiner Gnade,
          baue die Mauern Jerusalems auf!
20. Dann hast du Gefallen an rechten Opfern,
          dann bringt man Stiere auf deinen Altar.



Knut Nystedt
Mit fröhlichem Schall

Mit fröhlichem Schall verkündigt dies und lasst es hören. Halleluja!
Tragt’ s hinaus bis an die Enden der Erde. Halleluja!
Der Herr hat sein Volk erlöst Halleluja!
Singet dem Herrn ein neues Lied! Halleluja!


Knut Nystedt
The Meaning of Love

Diese 8stimmige Motette nach einem Text von Fred Kaan ist in drei klar getrennte Strophen gegliedert. Die Motette entspricht dem Altersstil Nystedts: auf einen einstimmigen Beginn folgt eine dissonante Ausweitung des Klangbildes bis hin zum Cluster, aus dem heraus sich am Ende der Phrase häufig ein Dur-Akkord heraus kristallisiert. Nystedt ist ein Meister der klanglichen Dramaturgie. Er schöpft das ganze Spektrum der Tonhöhen, der Dynamik und Klangfarben aus. Durch seine Art der Satztechnik ermöglicht er eine opulente Klangästhetik. Die Liebe (untereinander und zu Gott) bestimmt unser Leben, den Alltag die ganze Woche hindurch, in guten wie in schlechten Zeiten.

 

We rise to respond
- with common accord -
confronted by God
who gives us his Word,
whose truth is for doing,
by whom we are moved
and called to interpret
the meaning of love.
Christ calls us to build
a city on earth
where love will surround
each person from birth.
He calls us and sends us
to serve humankind,
to share with the living
his bread and his wine.
We rise to translate
our praise into deed;
prepared to go out,
we follow God's lead.
From Sunday to Monday
the challenge remains:
when workship is over,
the service begins.