Badische Zeitung, 27. Juni 2006
Von Gertrude Siefke
(...) Mit ungemeiner Leuchtkraft und
Klarheit trat der Maulbronner Kammerchor in der Klosterkirche Unserer lieben Frau auf und ließ die etwa 130
Besucherinnen und Besucher spüren, was eine Ensemble von internationaler Klase ausmacht: Das Ganze ist mehr als
die Summer seiner Teile. Mag jede Einzelstimme intonationssicher, füllig und schön sein - beim gemeinsamen
Auftritt entsteht ein Klangkörper, der über sich hinausweiwst. (...)
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Mittelbadische Presse, 27. Juni 2006
Von Jürgen Haberer
Das Gastspiel des Maulbronner Kammerchors sprengte am Sonntagabend den Kontext der diesjährigen Kreuzgangkonzerte und setzte der Reihe aber auch
gleichzeitig die Krone auf. (...)
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Neue Vaihinger Kreiszeitung, 29. September 2004
Von Dr. Dietrich Klose
Es ist schon faszinierend, über die Jahre mitzuerleben, wie sich der
Maulbronner Kammerchor (...) zu einem Instrument entwickelt hat, mit dem
Budday seine Vorstellungen offenbar optimal verwirklichen kann.
Jedenfalls bei Händel gibt es für die rund 46 Sänger keine technischen
Probleme mehr, die Balance zwischen den Stimmen stellt sich fast
automatisch ein. Nicht nur Intonationssicherheit und Klangschönheit sind
zu bewundern, sondern auch die Differenziertheit des dramatischen
Ausdrucks, die mühelosen Stimmungswechsel - wovon Händels Oratorienmusik
ja in besonderem Maße lebt. (...)
Es muss nicht eigens betont werden, dass dieser hervorragende Choreindruck
das große Verdienst seines Leiters ist, der nun die Früchte seiner
jahrzehntelangen kontinuierlichen Arbeit erntet. (...)
Die große Begeisterung nach dem Amen war nicht nur als Dank an alle
Beteiligten zu verstehen, sondern auch als eine Bitte um Händel Nr. 10 im
kommenden Jahr - wenn es denn möglich sein sollte.
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Pforzheimer Zeitung, 11. Mai 2004
Was vornehmlich bei dieser Musik
aufhorchen lässt, ist die Qualität und Intensität der Wiedergabe durch den Kammerchor,
der unter Buddays Leitung zu einem erstklassigen Klangkörper von bestechender Präzision
und hoher klanglicher Schönheit geworden ist. Stilistisch geht Budday einen sehr
sensiblen und zugleich intuitiv einleuchtenden Weg, indem er bei jeder Komposition
die ganz eigene Sprache belässt und hervorhebt.
Bewundernswert ist dabei die absolute
Tonsicherheit und die saubere Intonation, vor allem auch die Ausgewogenheit im Klangkörper des
Chores, denn alle Kompositionen wechseln von 4-stimmigen zu 8-stimmigen Sätzen, ohne dass der
Hörer da irgendeinen Bruch wahrnimmt. Auch größte Tonhöhen werden von den Sopranen mühelos
realisiert, ebenso wie die Grundgewalt der Bässe, ohne dass je der Rahmen der Ausgewogenheit
gesprengt wird, Alt und Tenor sind stets genauso homogen integriert.
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Nürtinger Zeitung, 8.07.2003
Um es gleich vorweg zu sagen: mochte man seine Erwartungen, die man einem solchen bestens renommierten Klangkörper
entgegenbringt, auch noch so hoch gesteckt haben, sie wurden in beglückender Weise erfüllt oder gar übertroffen.
Sowohl was das Programm als auch was die Ausführung betrifft: das war Chormusik vom Feinsten!
Der Chor brillierte mit höchster Akkuratesse der Einsätze, Phrasierungen und Absprachen, mit äußerster Klanghomogenität,
mit Fortissimi ohne jegliche Forcierung, mit bruchlosen Pianissimi voller Kern, mit leicht genommenen Höhen ohne jegliche
Schärfen, mit feinsten dynamischen Binnendifferenzierungen, mit guter Textverständlichkeit. Dazu die Bravour, mit der er
selbst die technisch schwierigsten Passagen meisterte - und mit solchen war das Programm nur so gespickt.
Den rein musikalischen Qualitäten des Chores entsprachen seine aus innerer Sammlung erwachsene Disziplin des Auftretens und das
ästhetische äußere Erscheinungsbild. Es war also nicht nur eine Ohren-, es war auch eine Augenweide. Dabei sei erwähnt, dass diese
Professionalität von einem Chor erbracht wurde, der zwar aus bestens geschulten, nicht jedoch aus professionellen Sängern besteht.
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Vaihinger Kreiszeitung, 04.10.2002
Wenn es um Händels monumentale Oratorien geht, ist
Maulbronn längst kein Geheimtipp mehr, sondern eine erste Adresse,
zumindest im deutschen Südwesten. Von nah und vor allem von fern
kommen die Zuhörer. Karten sind Mangelware, die zwei Aufführungen in
der Klosterkirche waren seit Monaten ausverkauft.
Schließlich ist der Maulbronner Kammerchor zu nennen. Buddays
preisgekröntes Paradepferd, das die 16 Chöre des Werkes wie eine
bravouröse Kür absolvierte. In der Attacke der Siegesgesänge ebenso
überzeugend wie in der Demut der Lamentationen, in den Koloraturen
gleichermaßen versiert wie im Aussingen langer Melodiebögen, immer auf
Durchhörbarkeit kontrapunktischer Linien bedacht und jederzeit bereit,
ein klar konturiertes Fugato aufzubauen. Wie Jürgen Budday nach etwa
200 Minuten Aufführungsdauer und ausgiebigen Trauergesängen (3. Akt,
zweite Hälfte) diesen Chor zum triumphalen Schluss »Gird on thy sword«
animieren konnte, zeigte brennpunktartig alle Vorzüge, die den Ruhm
des Maulbronner Ensembles und ihres Leiters begründen. Ovationen für
alle Beteiligten, soweit im sakralen Raum schicklich!
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Neue Osnabrücker Zeitung, 11. Mai 2002 (Deutscher Chorwettbewerb)
Außer Konkurrenz machen die Schwaben zur
Eröffnung des zweiten Wettbewerbteils deutlich, wie hoch die Latte
liegt.
Die Stimmgruppen klingen nicht nur sensationell homogen,
sie reagieren auch mit seltener dynamischer Flexibilität auf die
gespannt schwingende Zeichengebung des Dirigenten. Wunderbar, wie
glasklar in Joachim Raffs "Salve Regina" noch der kleinste Durchgang
der Mittelstimmen zu vernehmen ist, wie hauchzart in "Libera me" von
Lajos Bárdos plötzlich die Helligkeit der Dur-Klänge eintritt. Ganz zu
schweigen von dem perfekt kontrollierten Verwischen vierstimmiger
Akkorde in Knut Nystedts "Immortal Bach".
Kein Wunder, dass die jungen Choristen im Publikum sich immer wieder
ungläubig anschauten: die Maulbronner scheinen den Herausforderungen
der Moderne mühelos gewachsen.
Ob dieses Niveau im jetzigen Wettbewerb wieder erreicht wird?
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Teckbote, 19. September 2001
"Die Güte des Herrn ist's, dass wir nicht gar aus sind" - das war das Motto, unter welchem der Maulbronner Kammerchor
im Gedenken an die Opfer und deren Angehörige der Terroranschläge in den USA ein Konzert gab. Ein aktuelleres Programm mit Werken
zeitgenössischer Komponisten - auf Höchstniveau dargeboten - hätte der Leiter des Chores, Kirchenmusikdirektor Jürgen Budday, kaum
zusammenstellen können.
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Mühlacker Tagblatt, 18. September 2001
Der international und national schon vielfach preisgekrönte Maulbronner Kammerchor unter der Leitung von Jürgen Budday
bestach wieder mit seiner unvergleichlich hohen Stimmenkultur. Die helle Klarheit der Frauenstimmen und die strahlende
Kraft der Männerstimmen verbanden sich zu wunderbaren Hörerlebnissen, die in der Klosterkirche Maulbronn den Eindruck
von unirdischer Sphärenmusik entstehen ließen.
Dabei ging die Wiedergabe der 1998 von Knut Nystedt komponierten Motette für acht bis zwanzigstimmigen gemischten Chor
"Immortal Bach" nach dem Choral "Komm, süßer Tod" von Johann Sebastian Bach mit seinen unheimlich dichten und ständig
wechselnden Klangfarben, aus der eine faszinierende Raumwirkung wuchs, förmlich "unter die Haut".
Es war dies zweifellos die reifste und innigste Gestaltung eines Chorwerkes, die man jemals vom Maulbronner Kammerchor hörte.
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Pforzheimer Zeitung, 18. September 2001
Ein musikalisches Großereignis war das Konzert des Maulbronner Kammerchores,
den Kirchenmusikdirektor Budday binnen acht Jahren national wie international
an die Spitze der Extrachöre geführt hat. Lange vor Beginn war die Klosterkirche überfüllt.
Das Programm verhieß moderne Kirchenmusik ... [Nystedt: Die Güte des Herrn] Singchor und Sprechchor synchron,
aufwühlend, leidenschaftlich - das sprang den Hörer geradezu an. Dem konnte sich niemand entziehen.
... [Nystedt: Immortal Bach] ... verfremdet zu unerhört fein schimmernden, schillernden Klangflächen, die aus einem
weiten Kreis heraus zwanzigstimmig aufwachsen, aufwallen, changierend wie Perlmutt eben nur von so einem Chor zu meistern.
... [Sisask: Benedictio] ...federnd, tänzerisch, temperamentvoll, reich an Synkopen und Taktwechseln. Welch ein Chor
mit solcher Bandbreite des Ausdrucks!
Vaihinger Kreiszeitung, 26.07.2001
Das Konzert im lauschigen Kreuzganggarten erweist sich alle Jahre wieder
als Magnet der Klosterkonzerte, weil hier eine spezifische von Besinnlichkeit
und Heiterkeit geprägte Stimmung spürbar wird
Die Leonberger Kreiszeitung am 23.07.2001 zum gleichen Konzert:
"Wie eine lebendig gewordene Metapher für den leichten Abend mit anspruchsvoller Musik
flatterte dazu ein Schmetterling von der Bühne umher."
Frankfurter Allgemeine Zeitung zum Homburger A-cappella-Programm, 10. Juli 2001
Makellos in der flexiblen Stimmführung und der
über das Konzert hinweg einwandfreien Intonationsgebung
... glasklare Artikulation und auf langem Atem geführte
Phrasierung ... maßstabsetzende Interpretation ....
einzigartige Pianobeherrschung ... vorbildliche
Textverständlichkeit ... Bei der Motette "Immortal Bach"
... bestätigten sich ein weiteres Mal die technische
Meisterschaft und die bei so vielen Chören so sehr
vermißte innere, emotionale Beteiligung.
Die Burger (Kapstadt), 02. Juni 2001
Von ersten Tönen an war es deutlich, dass der Chor und sein
kompetenter Dirigent, Jürgen Budday, ihre Musik
ausgezeichnet beherrschen und genau wissen, wie die richtigen
Nuancen darin zu bewerkstelligen sind. Durchweg beeindruckend
war der Chor durch seinen reichen, vollen Klang, die gute
Balance zwischen den verschiedenen Stimmen, wundervolle
dynamische Kontraste, gute Diktion und polierte
Abrundung. Dieses hohe chorsängerische Niveau wurde im
ganzen Programm durchgehalten.
Frankfurter Allgemeine Zeitung zum geistlichen A-cappella-Programm, 02. Juni 2000
Höchstes musikalisches Niveau ... überaus anspruchsvolles, klug zusammengestelltes geistliches A-cappella-Programm mit faszinierenden Raritäten ...
sinngebend interpretierende, genaue Textauslegung ... Vorbildlich deutliche Artikulation ... vom feinsten Pianissimo zum satten Fortissimo ... Homogenität der Stimmgruppen ...
viel spirituelle Kraft ... lupenrein und in der vergleichsweise trockenen Akustik optimal durchspürbar vorgetragen ... perfekte Balance.
Mr. Thomas R. McCallum from Minneapolis (USA) in Listeners Review of K&K Verlagsanstalt, March 2000
These two new additions by K & K Verlagsanstalt to the recorded
Handel repertoire are magnificent models, exemplary of how to bring these monumental works to life for the modern audience.
The crisp, clear recording, the excellent engineering, the incredible acoustics, the superb performances make these two of the best
Handel compact discs I have purchased in a long time.
Hohenloher Zeitung zum geistlichen A-cappella-Programm, 28. März 2000
In chorischen A-cappella-Gesang verwandelte liturgische oder
gottesdienstliche Formen entsprechen einer wesentlichen Dimension des humanen Empfindens. Beim vielbeachteten
Auftritt des renommierten Maulbronner Kammerchores in der Öhringer Stiftskirche wurde der angedeutete Vorgang
zum Ereignis.
Stuttgarter Zeitung zur SAMSON-CD, 16. Februar 2000
Glanzpunkte dieser Aufnahme sind die Chorsätze:
Homogenere und klarer artikulierende Chöre als dieser sind schwer zu finden.
Mannheimer Morgen zur SAMSON-CD, 17. Februar 2000
In der "Edition Kloster Maulbronn", in welcher die
Landauer K&K Verlagsanstalt das oratorische Schaffen Georg Friedrich Händels dokumentiert,
scheint den prominenten englischen Barock-Ensembles eine ernsthafte Konkurrenz zu erwachsen.
Main-Echo zum geistlich-weltlichen A-cappella-Programm, 17. November 1999
Der diesjährige Gastchor übertraf alle noch so hoch gesteckten Erwartungen ...
Was die Frauen und Männer des Maulbronner Kammerchors den zahlreichen Besuchern boten, war Chormusik vom Feinsten ...
ein Gesamtkunstwerk ... ein Lehrstück in perfektem Chorgesang.
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Gäubote zum geistlichen A-cappella-Programm "Von morgens früh ...", 19. Oktober 1999
Große klangliche Vielfalt, präzise Intonation und feine Akzentuierung: Das Ensemble
zeigte sich zwei Stunden lang in Hochform und wurde seinem hervorragenden Ruf gerecht. ... Rheinbergers Es-Dur Messe "Cantus Missae" ...
auf höchstem musikalischen Niveau vorgetragen ... [es] blieben keine Wünsche offen ... Eine in dieser Intensität selten gehörte feine und
klare Interpretation machte nicht nur das Credo zu einem musikalischen Hochgenuss.
Heilbronner Stimme zum weltlichen A-cappella-Programm, 28. Juli 1999
... eine musikalische Glanzleistung ... wie aus einem Mund, unaufdringlich
die Aussprache, dezent die Absprachen, feinste Klangkultur - so drangen die Lieder wie ein "Hauch durch die Seele" ...
zum Genießen schön gestaltet.
cantate, März/April 1999
Seine Vita liest sich wie eine Erfolgsstory aus dem
Bilderbuch: Konzerte in den USA, in Polen, der Slowakei,
in Spanien, Argentinien, Italien, Israel. Die Reihe ließe sich
noch fortführen. Nicht erst seit dem 5. Deutschen Chorwettbewerb 1998
in Regensburg, wo er den 1. Preis in der Kategorie "Gemischte Erwachsenenchöre"
gewann, zählt der vielfach preisgekrönte Maulbronner Kammerchor zur
Spitzenklasse der internationalen Chorlandschaft.
Die Rheinpfalz zum Erscheinen des Jephtha Live-Mitschnitts, Januar 1999
Die CD- Reihe beginnt gleichsam als Paukenschlag mit Jephta. [...]
Die auch klangtechnisch hervorragend gelungene Einspielung dokumentiert den hohen Rang der Maulbronner Klosterkonzerte
und liefert in der "Jephtha"-Diskografie eine interessante und hörenswerte Variante [zu den Einspielungen von Harnoncourt, Gardiner und Creed].
Vaihinger Kreiszeitung, 18. April 1994
Das Maulbronner Kloster besitzt nicht nur eine großartige Bausubstanz, sondern
pflegt auch die Musik auf einem hohen Niveau. ... Das 40köpfige Ensemble bewies erneut seine Ausnahmestellung ... Bestechend
ist die Ausgeglichenheit der Stimmen, völlig sicher die Intonation, die Koloraturen besitzen Lockerheit und Präzision ...
Der Rezensent erinnert sich an eine Karfreitagsaufführung des "Messias" in der Londoner Royal Albert Hall: etwa 400 Sänger,
wohl an die 80 Instrumentalisten, Standing Ovation der 5000 Zuhörer nach dem "Halleluja" - eine höchst bewegende
Angelegenheit. Jürgen Buddays Maulbronner Aufführung tendierte von Besetzung und Auffassung her zum anderen Extrem -
die emotionale Wirkung war darum nicht geringer. Gelobt sei Georg Friedrich Händel!
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Pforzheimer Zeitung, 18. April 1994
Im Rahmen der Feierlichkeiten zur Aufnahme des Klosters Maulbronn in die
UNESCO-Liste "Weltkulturerbe der Menschheit" fand ein beachtenswertes Festkonzert in der dortigen Klosterkirche statt.
Dem verpflichtenden Prädikat, weltweit auserlesen zu sein, entsprach auch die Solistenbesetzung, die Händels "Der Messias"
mit dem Maulbronner Kammerchor aufführte: Emma Kirkby, David Cordier, Markus Brutscher, und Richard Wistreich, -
ein Solistenquartett, das für eine barocke Aufführung kaum übertroffen werden kann.
Der Maulbronner Kammerchor war hervorragend disponiert. Die stimmliche Disposition in allen vier Stimmen war imponierend,
keinerlei Intonationsprobleme, gute Abstimmung untereinander, bestechende Feinheit in der sprachlichen Gestaltung und der
Bezug zum Dirigenten blieb stets überzeugend. Es war auch hier wie bei den Solisten eine sich an höchsten Maßstäben messende
Interpretation, mitreißend und kompetent.
Mühlacker Tagblatt, 18. April 1994
Trennscharf artikuliert kamen die kolorierten Skalen und Läufe; dynamisch und mit
großer inhaltlicher Überzeugungskraft ballten sich Akzente, türmten sich Fortegipfel; chorisches An- und Abschwellen vollzog
sich in müheloser Geschmeidigkeit. Mancher Chorabschnitt wirkte in seiner verhaltenen Zartheit entrückt, andere Passagen
bebten vor mitreißender Wucht.
In der vollbesetzten Klosterkirche quittierten über tausend Zuhörer das am Idealort interpretierte Musikereignis mit
jubelndem Applaus. Kunsterlebnisse von diesem Format zählen zum bleibenden Besitz eines Menschen.
PUNTAL, Rio Cuarto (Argentinien), 2. November 1993
Tiefgehende, köstliche Sinneseindrücke hinterließ der Maulbronner
Kammerchor aus Deutschland. Sein Auftritt im Städtischen Theater in Rio Cuarto folgte einer subtilen Dramatik,
die die Tiefgründigkeit der Klänge ohne verblendenden äußerlichen Schein gewinnend einzusetzen wußte, und gleichzeitig das
Wunder vollbrachte, sich ebenfalls in der Tiefe der künstlerischen Urteilskraft durchzusetzen.
Eine großartige Idee des Coro "Delfino Quirici", es zu ermöglichen, daß der Maulbronner Kammerchor seine vergnügten Stimmen
hier erklingen lassen konnte, in dieser unfreundlichen Nacht, - denn für Stunden verstummten die Donnerklänge der Natur, um der
sensiblen Musik der Menschen Aufmerksamkeit zu schenken: danach brach der Regen los.
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Badische Neueste Nachrichten, 2./3. Oktober 1993
Den Abschluß der diesjährigen Maulbronner Klosterkonzerte als "Sternstunde
der Kirchenmusik" zu bezeichnen, ist keine wohlfeile Übertreibung. Die Doppelaufführung des "Messias" von Georg Friedrich
Händel in der englischen Originalversion übertraf alles, was bisher in der Kirche des Zisterzienserklosters an oratorischer
Interpretation geleistet wurde. An beiden Abenden herrschte absolutes Schweigen unter den jeweils über tausend Zuhörern,
die die "Messias"-Aufführungen in Maulbronn erlebten, nachdem der letzte Ton verklungen war. Erst nach Minuten löste sich
die Spannung im Auditorium und mündete in begeisterten Applaus und Bravorufe ein. Man wünschte sich dieses Maulbronner
Musikereignis auf einem modernen Tonträger für alle Zeiten konserviert und aufbewahrt.
Rhein-Neckar-Zeitung, 26. August 1993
(Heidelberger Mozartwochen) Ausgehend vom Wort entspann sich eine Musik, die weder
an Klarheit noch an musikalischer Brillanz zu wünschen übrig ließ.
Jürgen Budday brillierte mit einer Dirigierkunst äußerster Zurückhaltung. Er schien nur zu erinnern, zu wecken, hatte dabei
aber nahezu charismatische Kräfte, beurteilt man vom Ergebnis her. Es ist außer Zweifel, daß dergleichen Höchstleistung nur
möglich ist, wenn der Dirigent technisch, theologisch und musikalisch den Überblick hat und zugleich zu animieren weiß,
sein Können weitergeben und vermitteln kann.
Schwarzwälder Bote, 20. Oktober 1992
(Tuttlingen) Was Jürgen Budday mit seinem Maulbronner Kammerchor bot, war höchste
Gesangskultur: In den Sopranen Tonschönheit bis in die höchsten Lagen, bester Stimmsitz in allen Stimmen und deshalb leichte
Beweglichkeit und optimaler Chorklang.
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Jerusalem Post (Israel), August 1992
(Zimriya Concert No.3) The Maulbronner Kammerchor, conducted by Jurgen Budday,
can serve as a model example of the best that there is in the German style of this art: roundly shaped clear phrases,
deliberately designed shadings of dynamics, precise articulation an a homogeneous balance of well-cultured voices.
These caracteristics are symptomatic, regardless of whether they are singing a Mendelssohn motet, a modern psalm setting
by Heinz Werner Zimmermann or a humorous as well as clever arrangement of "Old McDonald Had a Farm", light in presentation
but studded with thoroughly rehearsed effects.
Willi Gohl, 1992
(Zimriya Festival, Jerusalem) Folgende nicht-israelische Chöre sind durch ihre
hohe Qualität aufgefallen: ... Maulbronner Kammerchor unter der Leitung von Jürgen Budday: absolute Spitzenleistung,
großes Repertoire, ausstrahlungsstark.
Badische Neueste Nachrichten, März 1992
(Schloßfestspiele Ettlingen) Durchgehend erstaunlich war bei alledem der wundervoll
behutsame, sinnliche, liebe- und verständnisvolle Umgang mit Wort und Ton. Jede Nuance schien auf ihren theologischen,
emotionalen musikalischen Gehalt sorgfältig überprüft und solange geprobt, daß sie jeder aufmerksame Zuhörer in ihrer
umfassenden Bedeutung wahrnehmen konnte.
Die Stimmungsveränderungen erfuhren keine Gestaltung im herkömmlichen Sinn; sie ergaben sich mit der Natürlichkeit
beispielsweise eines Sonnenaufgangs.
Badische Neueste Nachrichten, 19. Juli 1991
(Maulbronn) Chorgesang vom Feinsten mit Linie, Form und Weite ist das Gütezeichen
von Jürgen Buddays Maulbronner Kammerchor. Gesanglich-technische Geschmeidigkeit, Fülle und Struktur selbst im Pianissimo
und gestalterische Überzeugungskraft sind inzwischen zur Selbstverständlichkeit geworden.
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Schwäbische Zeitung, 11. Mai 1991
(Donau-Bussen) Welch unbändige Freude am Singen müssen die Leute aus Maulbronn
haben, wenn Rossinis "Toast pour le nouvel an” derart interpretiert wird, daß es aufschäumt und funkelt wie perlender
Champagner. Ein überzeugendes Beispiel brillanten Chorsingens!
Sächsische Zeitung, 23. April 1991
(Dresden, Blockhaus) Ob nun a capella oder mit Begleitung am Flügel, man
zeichnete sich durch stimmliche Ausgeglichenheit, Intonationssicherheit und hervorragende Phonetik aus.
Nach anfänglich noch verhaltener Bach-Motette entfaltete sich die ganze Klasse dieses Ensembles. Es jubilierte zwei
den Frühling preisende Lieder von Mendelssohn Bartholdy und W. Stenhammar hinaus, daß die Kälte des Lenzes an diesem
Abend in Dresden vergessen wurde.
Pforzheimer Zeitung, 10. September 1990
(Maulbronn) Dieses Vokalensemble entspricht allen Qualitätsansprüchen, die man
heute an einen Kammerchor stellen darf.
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Neue Vaihinger Kreiszeitung, 6. September 1990
(Maulbronn) "Ich lieg und schlafe ganz mit Frieden" ist die vierstimmige Motette
überschrieben, die der Kammerchor schlank, durchsichtig und mit besonderem Gespür für Klangfarben interpretierte. Das Bild
eines friedlichen Schläfers ist kaum je so eindringlich in Musik gesetzt worden - und nur ein Ensemble, das über eine solche
Pianokultur verfügt wie das Maulbronner, sollte sich an dieses bewegt-bewegende Stück wagen.
Der Bund (Bern), 5. September 1990
(Bolligen, Schweiz) Der Maulbronner Kammerchor versteht es, einen Raum mit Musik
zu füllen, die auch noch nachklingt, wenn die Stimmen längst verstummt sind.
Ihrem Publikum boten die süddeutschen Sängerinnen und Sänger eine Begegnung mit einer im kirchlichen Leben verwurzelten
Tradition des Musizierens, die das Konzert über das rein musikalische Erlebnis hinaus wertvoll machte: als Zeichen religiöser
Verbundenheit über die Landesgrenzen hinweg.
Churer Zeitung, 30. August 1990
(Churer Sommerkonzerte) Mit einer ergreifenden Jugendlichkeit - die Freude am
Singen und an der Musik strahlte aus den Gesichtern der Sänger - wußte der Maulbronner Kammerchor zu begeistern.
Märkische Union (Potsdam), 11. August 1989
(Potsdam) Ein für Potsdam musikalisches Ereignis von Rang, fand am vergangenen
Montag in der Erlöserkirche statt.
Der Kammerchor, der einen wunderbar homogenen Klang aufzuweisen hat, begeisterte auf Grund seiner empfindsamen Musizierhaltung,
der inneren Freudigkeit, der federnden Leichtigkeit, Ausdrucksschönheit und unaufdringlichen Gefühlsbewegung, mit der er die
sehr anspruchsvollen Chorsätze aus alter und neuer Zeit sang.
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Den vollständigen Text der zitierten Presseartikel finden Sie unter dem jeweiligen Jahr in der Rubrik "Presse - Presse <jahr>"